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„die neue marxistische Massenzeitung für NRW“

24. Oktober 2006

GegenStandpunkt & Diskussion NRW
Ist die neue marxistische Massenzeitung für NRW. Dort findet man alle Termine und Veranstaltungen lokaler marxistischer Gruppen und der GegenStandpunkt-Redaktion in NRW. Dazu Texte aus dem neuen GegenStandpunkt und Links zu marxistischen Homepages und Blogs.

(geklaut vom Beitrag von pro_kommunimsus im komfor)
link zur Zeitung
Ins Grübeln gekommen bin ich nur über die Bezeichnung „Massenzeitung“. Jedenfalls wenn das mehr bedeuten soll, als daß die in Massen verteilt werden soll. Denn den üblichen Unterschied Massenzeitung versus theoretisches Organ daß ja zu KBW-Zeiten fröhliche Urständ gefeiert hat, denn macht(e) die MG bzw, jetzt der GegenStandpunkt doch eigentlich nicht mit.
Wenigstens ist die Zeitung schön „clean“ ohne Klimbim gestylt. Also wieder nichts mit revolutionärer Layout-Ästethik, die man anderswo bewundern kann (ich hab da erst vor ein paar Tagen ein blog gesehen, wo sogar den Trends der revolutionären Farbverwendung in den letzten Jahren nachgeangen wurde).

Kategorien(1) MG + GSP Tags:
  1. 24. Oktober 2006, 15:20 | #1

    was ist denn so toll an keinem klimbim? ich glaube tatsächlich, dadurch wird das weniger gelesen

  2. Neoprene
    24. Oktober 2006, 16:00 | #2

    Nein, ich meine das ernst: Bei Argumenten helfen Bilder, Photos oder Grafiken z.B nur begrenzt. Bei einem DIN A4-Layout, das eh am praktischsten ist, weil man das Zeug dann einfacher herstellen und kopieren kann eh. Also ist ein „klassisches Zweispalten-Layout mit normaler Fließtext-Schrift das leserlichste. Ein bißchen Kasten, ein bißchen Background ok, mehr muß für mich nicht sein. Ich glaube auch nicht das „tolles Klimbim“ substantiell zur Überzeugung beiträgt, die man mit den unters Volk gebrachten Argumenten zu Wege bringen will.

  3. The_Red_Sparrow
    25. Oktober 2006, 14:21 | #3

    Oh meine Güte, die Debatte bei GRML spricht ja ernsthaft Bände über den Zeitgeist, der bei den Leuten der Szene so vorherrscht…

  4. Erika
    25. Oktober 2006, 20:01 | #4

    Auf dem KF ebenfalls das übliche Lustigmachen darüber, dass da „blöde Sektendödel“ unter die Leute gehen für einen politischen Zweck agitieren gehen…
    Möchte mal im Ernst wissen, wie sich diese Leute – verstehen sich ja als Kritiker dieser Ordnung, irgendwie jedenfalls – vorstellen, irgendwas für ihre Kritik hier in Anschlag zu bringen?! Klar ist das Drecksarbeit, aber ohne solche auch nichts zu haben. Scheint doch eher den Anschein zu haben, als dass Leute, die mal zwei Zeilen Marx (und den Schnulli der Frankfurter Schule) gelesen haben, sich in der Rolle des Elite-Linken gefallen: „Hach wie blöd die anderen und wie schlau bin ich“…naja, wenn das einem ernsthaft Befriedigung verschafft…sagt auch einiges über den Zustand dieser Leute aus.

  5. lincoln
    26. Oktober 2006, 15:02 | #5

    Tja, in der Szene liegen offenkundig die Nerven blank. Ist aber auch verständlich, wenn man erkennen muss, dass die besten Zeiten bereits hinter einem liegen …

  6. Neoprene
    26. Oktober 2006, 15:52 | #6

    @lincoln
    Wieso immer gleich solche billigen Verallgemeinerungen? „Die“ Szene gibt es doch eh nicht, die franst doch immer in alle Richtungen aus, die der Zeitgeist vorgibt oder gab. Und wieso sollten ernstlich in der ganzen Szene „die Nerven blank“ liegen? Ach ja, wer hat den seine „besten Zeiten“ noch vor sich? Zudem das mit dem „Erfolg“ ja bekanntlich auch so eine Sache ist …

  7. lincoln
    26. Oktober 2006, 17:41 | #7

    @ Neoprene
    Wieso ist das eine billige Verallgemeinerung? Die Szene um die es geht, ist in dem zitierten Blog-Eintrag doch recht gut benannt. Nicht „die Antideutschen“, sondern die Gruppen, die i.d.R. als Spaltprodukte der großen Antifa-Organisationen in Göttingen, Berlin, Leipzig, Hamburg, Köln Hannover entstanden sind und m.W. als „die“ Hoffnungsträger eines neuen, antideutschen Antifaschismus gehandelt wurden, der sich eben nicht mit dem Kampf gegen Nazis begnügen wollte.
    Wenn der Blogger nun bedauernd feststellt, dass diese Truppen aufgelöst wurden, sich gespalten haben oder im Wachkoma vor sich hin dämmern – glaubst du ernsthaft, dass der mit seiner „Depression“ allein da steht? Dem (und dir ebenso) dürfte ja bekannt sein, dass solch ein Niedergang für gewöhnlich auch das Ende einer Entwicklung markiert. (Es gibt da natürlich eine Ausnahme von der Regel! :-))
    Wenn ich konstatiere, dass eine „Strömung“ ihre Zukunft bereits hinter sich hat, dann ist damit doch überhaupt nicht gesagt, dass eine andere demnächst groß auftrumpfen wird. Wie kommst du auf diese Unterstellung?
    Denen Erfolglosigkeit vorzuwerfen und evtl. sogar das Scheitern hämisch abzufeiern, liegt mir fern. Sollte das so rüber gekommen sein, war’s mein Fehler. Denn Eines sollte doch auf jeden Fall klar sein: Wenn sich von den wenigen Hanseln, die hierzulande überhaupt noch was organisiert gegen die Scheisse unternehmen wollen, größere (?) Teile verabschieden, dann kann das doch kein Grund zur Freude sein. (Auch wenn ebenso klar ist, dass es mit diesen Menschen politisch nur sehr wenig Gemeinsamkeiten gibt/gegeben hat). Was Besseres ziehen die ja mit ziemlicher Sicherheit nicht auf! 🙁

  8. Neoprene
    26. Oktober 2006, 22:41 | #8

    So wie du jetzt keine ursprünglichen Kurzformeln ausgefüllt hast, stimme ich dir zu. Es ist eben ein Unterschied, ob jemand vorschnell zu einem Urteil kommt, oder nur seine Überlegungen und Begründungen nicht oder eben nur noch nicht mitgeliefert hat. Vor allem deinem Schluß vermag ich nichts Optimistischeres entgegenzusetzen, so ist es halt dieser Tage.

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